
Von der Aisymnetie erfahren wir aus den Werken Aristoteles, der diese Staatsform in seinem Werk Politika diskutiert. Die Aisysmnetie stellt er den Tyrannenherrschaften als den besseren Ausweg gegenüber.
Diese Staatsform holte sich nach verfahrenen Situationen vor allem in den griechischen Stadtstaaten von außen einen unabhängigen politischen Führer, der entweder zeitlich oder auf lebenslang berufen wurde, um die Staatsgeschäfte neu zu ordnen und wieder in ruhigere Fahrwasser zu bringen.
Dieser von außen kommende Schlichter wurde für die außergewöhnliche Regierungsform demokratisch gewählt und erhielt genau Aufträge für seinen Schlichtungsauftrag. Am Ende stand zumeist das Ziel, den Stadtstaat in eine Demokratie zu überführen. Dennoch hatte der Aisymnet unumschränkte Herrschaftsgewalt wie ein despotischer Tyrann.
Ausgestattet mit Generalvollmachten war es die Aufgabe die sozialen Mißverhältnisse in einer Polis (Stadt mit Umland) zwischen der Oberschicht und den einfachen Bürgern (Kleinbauern) wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dies sollte vor allem eine drohende Tyrannei, durch einen einzelnen Despoten verhindern.